Lesen Sie den Text und die Aufgaben (22-26) unten. Entscheiden Sie: Welche Lösung ist richtig?

Es gibt nur eine richtige Lösung.
 
Rosa Ribas

Ich bin 1999 nach Berlin gegangen, um die Sprache zu lernen. Von der Hauptstadt hatte ich damals eine ein bisschen zu romantische Vorstellung. Ich hatte das Berlin der 20er-Jahre im Kopf: die Stadt, wo jeder ein Buch von Kant unter dem Arm trägt. Gelandet bin ich dann im Arbeiterviertel Moabit. Dort war aber nicht Bertolt Brecht unterwegs. Nein, dort waren füllige Damen in Leggins mit Pudel zu sehen. Ich fand es natürlich trotzdem toll! Auch wenn ich manchmal Schwierigkeiten mit dem Dialekt hatte. Und die Bürokratie hier ist so komplex! Zum Glück hatte ich Freunde, die mir geholfen haben.

Ich wollte ein Jahr bleiben. Aber dann kam mein deutscher Mann dazwischen. Ich blieb in Deutschland und bin zu ihm nach Frankfurt gezogen. Dort habe ich an der Universität unterrichtet und auch Bücher geschrieben.

Dann habe ich gemerkt: An der Universität kann man nur gut arbeiten, wenn man sehr viele Arbeitsstunden investiert. Beim Schreiben ist es genauso. Also habe ich 2008 meinen Job gekündigt. Ich wollte mich auf das Schreiben konzentrieren. Denn es ist das, was ich wirklich machen will. Ich schreibe verschiedene Bücher, immer in meiner Muttersprache Spanisch.

Diese werden dann übersetzt, und so bin ich auch bei dem deutschen Publikum bekannt.

Das Kuriose: Bisher sind nur meine Krimis ins Deutsche übersetzt worden. Denn hier lieben alle dieses Genre, das ist wirklich verrückt. Ich habe eine Krimireihe, die in Frankfurt spielt.

Dort ermittelt Hauptkommissarin Cornelia Weber-Tejedor. An dem Namen ist schon zu sehen: Meine Kommissarin beobachtet die deutsche Gesellschaft aus der Perspektive einer spanischen Migrantin. So kann ich den Lesern zeigen, wie ich das Land sehe.

Ich schreibe zu Beginn eines neuen Projekts immer in der Deutschen Nationalbibliothek, denn dort habe ich die nötige Ruhe. Ist der erste Teil erledigt, ziehe ich in Cafés um. Ich brauche dann nämlich diese spezielle Geräuschkulisse. Frankfurt ist für Autoren wirklich perfekt: ziemlich klein, trotzdem spannend und sehr international!
 
\(22\). In welchem Bereich des Lebens brauchte Rosa am Anfang jemandes Hilfe?
 
\(23\). Welche Pläne hatte Rosa für die nächste Zukunft?
 
 
\(24\). Warum hat Rosa die Uni verlassen?
 
 
\(25\). Warum ist eine Spanierin zur Hauptfigur der Krimireihe geworden?
 
\(26\). Wie organisiert Rosa Ribas ihre Arbeit an einem neuen Projekt?
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